Wie im ersten Teil  der technischen OnPage-Optimierung versprochen werden wir uns in diesem Teil dem Page Speed widmen.

PageSpeed

Der PageSpeed ist ein der, aus meiner Sicht, wichtigsten Seo OnPage Faktoren überhaupt. Die Ladezeit einer Webseite sollte im Idealfall zwischen ein bis zwei Sekunden dauern. Sobald die Ladezeit einer Webseite vier Sekunden und länger benötigt, wird der User ungeduldig und somit genervt. Ein Studie zeigt wie “geduldig” Nutzer wirklich sind.

Zur Studie eCommerce Web Site Performance Today

Kurz gesagt, toleriert der durchschnittliche User eine Ladezeit von zwei Sekunden. Ab drei Sekunden steigt die Bounce-Rate im eCommerce im Schnitt um 40 %.

Um den PageSpeed zu testen Empfehle ich das Tool PageSpeed Insights von Google Developers.

Weitere Tools sind:

Aber nun ran ans optimieren 😉

1. JavaScript und Css Auslagern

Der Quellcode besteht zum Großteil aus CSS und JacaScript. Es gilt die Größe zu reduzieren und beide Dateien in ein einziges Dokument zusammenzuführen. Wie genau das geht, wird hier gut beschrieben.

2. Bildoptimierung

Bilder sollten immer optimiert hochgeladen werden. Dazu gibt es viele Möglichkeiten. Schon in Photoshop selbst gibt es die Option “für Web speichern”, Photoshop komprimiert die Datei dann je nach Vorgabe. Es gibt auch Tools wie Smush IT von Yahoo oder OptiPNG.

Sollte man nicht in einem CMS System arbeiten welche die Bildgrößen meistens selbst anpassen ist es wichtig die Bildgröße im Quellcode zu definieren, damit sie der Browser nicht selbst berechnen muss. Das Ganze sieht dann so aus…

<img scr=”einfoto.png” width=”150″ height=”300″/>

… die Originalgröße sollte die gleiche sein wie die im Quellcode, da alle gängigen Browser die Datei als Original herrunterladen und dann skalieren.

3. CDN einsetzen

So genannten Content Delivery Networks können sehr hilfreich sein um den PageSpeed der Seite zu erhöhen. Ein Content Delivery Network ist ein Netzwerk aus vielen Servern welche abhängig vom geografischen Standort des Nutzers, den Content rasch verfügbar machen. realisiert wird dies, indem nicht nur die Zentrale des Servers den Content ausliefert, sondern mehrere Server jeweils eine Kopie zur Verfügung stellen. Dienste wie Highwinds oder Amazon Cloudfront helfen dabei.

4. 301-Redirects

Weiterleitungen können eine Webseite enorm ausbremsen. Interne Verlinkungen und Weiterleitungen müssen sorgfältig gewählt werden.  Auf den Google Developer Seiten finden sich viele nützliche Tipps.

5. HTTP-Requests minimieren

Zu viele HTTP Anfragen machen jede Seite langsam. Man muss immer im Auge behalten, dass jegliche Art von Content wie Bilder, Text, Scripts, Stylesheets usw. den Großteil der Ladezeit in Anspruch nehmen. Speziell Hintergrundbilder und Grafiken die nur dem Design dienen können mit sogenannten CSS-Sprites optimiert werden und damit die Ladezeit stark verbessert werden.

CSS-Sprite ist eine Grafikdatei, in der zum Beispiel mehrere Hintergrundbilder oder auch Icons zusammengefügt sind. Mithilfe von CSS kann genau gesteuert werden welche Position des Bildschirmausschnitts vom Browser abgerufen werden soll. Ein Beispiel für den CSS Code könnte so aussehen:

#impressum {
    width: 46px;
    height: 44px;
    background: url(img_navsprites.gif) 0 0;
}

Dieser Code definiert genau welcher Teil des gifs gezeigt werden soll. Es gibt auch einen mehr oder weniger nützlichen Sprite Generator. Und wer sich dieses Thema genauer ansehen will findet hier mehr Informationen und weitere Links.

Fazit

Wer in Google gut platziert sein will muss nicht nur guten Content bereitstellen, sondern auch dafür sorgen, dass die Suchmaschinen reibungslosen Zugang zur Webseite haben und diese gut crawlen können und in weiterer Folge indexieren können. Eine permanente Überwachung des Servers ist sehr wichtig um die tatsächliche Geschwindigkeit der Seite im Auge zu behalten. Die Ladezeit kann mit der Optimierung der genannten Faktoren stark verbessert werden was sich auch positiv auf die User Experience auswirkt. Für Fragen wie immer ein Kommentar da lassen 🙂

Daniel Knoflicek ist seit 2012 Geschäftsführer von Slidebird Webstories, einer Agentur für online Marketing, Webdesign und Webentwicklung. Des Weiteren hat Daniel Knoflicek das Start Up Ernst M. gegründet, welches vegane, bio Marmelade in Österreich herstellet und vertreibt. Er ist als CTO für das Start Up tätig. Seit 2015 und der Gründung von DESK.WORKS ist Daniel Knoflicek als Brand Ambassador für Österreich zuständig.

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