amp project

AMP steht für “Accelerated Mobile Pages” und ist eine Open-Source-Initiative von Google welche sich zum Ziel gemacht hat, die Ladezeit von mobilen Webseiten drastisch zu minimieren. Erreicht wird dies, indem der Code der Seiten stark reduziert wird. Ich habe bereits in einem meiner letzen Beiträge – SEO Trends 2017 – das Google AMP Project angesprochen. Besonders interessant daran ist, dass bereits im Februar 2016 Google offiziell verkündet hat, dass Google AMP Seiten in den mobilen Suchergebnissen bevorzugt werden.

Google AMP besteht im Prinzip aus drei Teilen:

 

  • HTML
  • Javascript
  • Content Delivery Network

 

AMP HTML

Im Prinzip ist es eine abgespeckte Version von HTML mit einigen benutzerdefinierten Tags und vielen Einschränkungen. Für alle die jedoch mit regulärem HTML vertraut sind , sollten keine Schwierigkeiten haben vorhandene Seiten auf AMP umzustellen. Auf der AMP Project Markup Seite finden sich genaue Dokumentationen darüber wie die Umstellung auf AMP funktioniert.

 

AMP JS

Ein JavaScript Framework für mobile Webseiten. Großteils verwaltet es die Ressourcen und das asynchrone laden. Wichtiger Hinweis ist hier noch das AMP,  Thirdparty Javascript untersagt.

 

AMP CDN

Die Vorteile eines CDNs dürfte den meisten Webseitenbetreuern bereits bekannt sein. Mit Hilfe von Google Servern werden die Seiten gecashed und so um ein vielfaches schneller geladen.

Wie funktioniert Google AMP

Der große Vorteil des Google AMP Projects liegt auf der Hand. Durch die starke Reduzierung der Ladezeit wird die Bouncerate verringert und so eine bessere User-Experience geschaffen. Durch die Reduzierung des Speicherplatzes und des Cachings auf den Google Servern sollen die mobilen Webseiten so gut wie keine Ladezeit benötigen, darüber hinaus sollen die Webseiten schon vorab des vollständigen Ladevorgangs benutzbar sein. Google verspricht eine Bechleunigung der Ladezeit bis zu 85 %.

Google AMP auf der Webseite implementieren

Für den Anfang muss es von jedem Artikel bzw. von jeder Seite zwei Versionen geben. Die ursprüngliche Version für Desktop-User und die mobile AMP Version. Technisch wir dies mithilfe des rel=”ampthml” Tags gelöst. Die mobile AMP-Webseite, welche auf dem eigenen Server liegen sollte, erhält diesen Tag von der Desktop-Webseite welches wiederum ein Colonical-Tag zurück zur Webseite enthält. Auf dem Google Server gstatic.com wird eine zweite Version der mobilen Webseite abgelegt und wird mit dem Colonical-Tag mit der Desktop-Seite verknüpft. Wem Calonical-Tags nicht sagen, gibt es hier einen guten Beitrag darüber. Der Tag ist auch aus SEO-Sicht sehr wichtig wegen dem Duplicate Content. Sinn der Sache ist es also bei einer Anfrage die AMP optimierte Google gehostete Version auszuliefern und so drastisch an Ladezeit zu sparen.

AMP für WordPress

Seit einiger Zeit gibt es ein WordPress Plugin welches die gesamte WordPress-Installation mit nur einem Click auf AMP umstellen soll. Das Plugin steckt noch in den Kinderschuhen und ist noch ganz am Anfang der Entwicklungsphase. Wenn man sich die Bewertungen durchliest wird schnell klar, dass es sich eher um ein Glücksspiel handelt. Man kann vermuten, dass es bei ca 50 % der WordPress-Seiten ganz gut funktioniert. Unser Blog läuft ebenfalls auf WordPress und das Plugin hat nicht funktioniert bei uns. Ob seine Webseiten AMP optimiert sind lässt sich mit Hilfe des AMP Pages Validator feststellen oder auch mit dieser Chrome Extension.

AMP und Suchmachinenoptimierung

Wie bereits erwähnt haben validierte mobile AMP Webseiten eine drastisch kürze Ladezeit und somit haben sie vermutlich auch eine große positive Auswirkung auf die Bouncerate welche wiederum sehr wichtig für das Ranking einer Seite ist. Auch die angepasste Darstellung in mobilen Suchergebnissen dürfte in Zukunft interessant sein. Die Darstellung von Google AMP-Seiten ist in dieser Vorschau von Google welche vor nicht all zu langer Zeit gelauncht wurde, dürfte ganz klar AMP-Seiten bevorzugen.

Fazit

War Anfang des Jahres noch nicht ganz klar ob Google das AMP Project durchsetzen kann so dürfte gegen Ende 2016 klar sein, ja Google kann. Ich denke kleinere bis mittlere Seiten müssen sich noch nicht wirklich mit diesem Thema befassen, da sich das Google AMP Project zur Zeit noch eher an große Medienhäuser, News-Plattformen und große Blogs richtet. Wer aber dennoch jetzt schon beginnen will seine Seiten Stück für Stück auf den AMP Standard umzustellen ist denke ich nicht am falschen Weg. Allen Usern von großen CMS Systemen wie WordPress, Joomla oder Typo3 empfehle ich noch abzuwarten da sich hier bestimmt viel am Plugin Markt tun wird und vermutlich einige gute Lösungen kommen werden.

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Slidebird Webdesign & Online Marketing devider

Daniel Knoflicek ist seit 2012 Geschäftsführer von Slidebird Webstories, einer Agentur für online Marketing, Webdesign und Webentwicklung. Des Weiteren hat Daniel Knoflicek das Start Up Ernst M. gegründet, welches vegane, bio Marmelade in Österreich herstellet und vertreibt. Er ist als CTO für das Start Up tätig. Seit 2015 und der Gründung von DESK.WORKS ist Daniel Knoflicek als Brand Ambassador für Österreich zuständig.

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