Adwords tipps und tricks in unter 5 minuten

Ich habe in der Vergangenheit immer wieder über die Optimierung von Google AdWords Kampagnen geschrieben und in den vergangen Jahren unzählige Workshops durchgeführt. Ein häufiges Problem welches ich bei den Workshops immer wieder feststelle, ist die Gestaltung der Google AdWords Anzeigen. Ich möchte aus diesem Grund im folgenden Beitrag, die aus meiner Sicht 5 wichtigsten Tipp ansprechen, um mit AdWords Anzeigen gute Conversions zu generieren.

Vorweg möchte ich auch noch erwähnen, dass Google AdWords meiner Meinung nach immer die erste Traffic Quelle für bezahlten Traffic sein sollte. Wer es als Unternehmen nicht geschafft hat, Google AdWords rentabel einzurichten braucht erst gar nicht versuchen sonstige bezahlte Traffic Quellen zu benutzen. Warum ich dieser Meinung bin? Menschen die eine Suchanfrage in Google starten agieren aus einer intrinsischen Motivation heraus und suchen nach einem speziellen Produkt oder einer speziellen Dienstleistung. Diese Zielgruppe konvertiert in der Regel einfacher als Traffic welcher aus einem Impuls heraus auf einen Banner oder eine Werbeanzeige klickt.
Einzige Ausnahme sind vielleicht Facebook Anzeigen mit sehr kleinen Werbebudget um die Brand Awareness zu boosten oder einzelne Beiträge hervorzuheben.

Die Herausforderung besteht darin, seine Botschaft aus sehr eingeschränkten Raum zu präsentieren. Eine Google AdWords Anzeige besteht aus dem ersten Anzeigentitel mit 30 Zeichen, dem zweiten Anzeigetitel mit ebenfalls maximal 30 Zeichen und der Beschreibung mit 80 Zeichen. Das wichtigste ist hier die Aufmerksamkeit der Zielgruppe zu erregen und den User zu einem Klick zu verleiten. Ich empfehle in meinen Workshops immer, sich das AIDA Modell anzusehen. Ich habe auch bereits in einer meiner letzten Blogbeiträge “Die perfekte Landingpage” das AIDA Modell vorgestellt. AIDA steht für :

  • ATTENTION
  • INTEREST
  • DESIRE
  • ACTION

Das AIDA Modell ist Marketing-Einmaleins und wird seit Jahren für klassische Werbetexte benutzt und ist ein Akronym für ein Werbewirkungsprinzip.

Ein kleiner Tipp von mir persönlich ist die Verwendung von UTF8 Zeichen wie diesen hier ” ← ↑ → ↓ ↔ ↕ ⇪ ↹ ⬈ ↘ ⟾ ↶ “. Es kann passieren, dass manche Anzeigen mit UTF8 Zeicehn abgelehnt werden, in den meisten Fällen funktioniert es jedoch sehr gut.

Dieser Punkt erscheint offensichtlich und völlig logisch und dennoch übernehmen wir als Agentur immer wieder Google AdWords Konten mit unzähligen Anzeigen die das Keyword nicht enthalten. Einer der wichtigsten KPIs (Leistungsindikator) bei Google AdWords ist die CTR (Click Through Rate). Das ist ein Prozentwert der das Verhältnis angibt wie oft die Anzeige gezeigt wird und wie oft die Google AdWords Anzeige dann tatsächlich geklickt wird. Je höher diese Klickrate ist, desto weniger wird der Klick am Ende des Tages dann kosten.

ctr google adwords klickrate

Wen die CTR genauer interessiert kann sich einen meiner älteren Blogbeiträge ansehen. “CTR einer der wichtigsten Kennzahlen in Adwords” Vereinfacht erklärt, spiegelt die CTR die Relevanz der Anzeige wieder. Je höher die Anzeige desto relevanter stuft Google die Anzeige ein und dies wiederum hat den Vorteil, dass der CPC (Cost Per Click) sich verringert. Wann ist nun eine Anzeige relevant für den Suchenden? Ganz klar, wenn das Keyword oder die Keyword-Phrase in der Google AdWords Anzeige vorkommt.

PRO KEYWORD —> EINE EIGENE ANZEIGENGRUPP

Dies kann durchaus dazu führen, dass es bei großen Accounts einige 1000 Anzeigengruppen geben kann. Der große Vorteil ist dabei jedoch, dass bei 100 % aller Suchanfragen das gewünschte Keyword im Anzeigentext vorkommt. Dies erhöht die Klickrate drastisch da es natürlich für den Suchenden die Relevanz der Anzeige zeigt und hat den Vorteil, dass die Anzeige speziell auf das Keyword abgestimmt werden kann. Das Keyword kann auch ruhig ein zweites mal noch in den Anzeigentext eingebaut werden.

Im wesentlichen gibt es 3 Keyword-Typen:
• Weitgehend
• [Exakt]
• „Wortgruppe“

Es ergibt daher Sinn, zu Beginn in jede Anzeigengruppe das Keyword bzw. die Keyword-Phrase dreimal einzutragen, eben für jeden Keyword-Typen einmal.

Weitgehend

Hier wird bei der Keyword-Phrase „Damen Laufschuhe kaufen“ bereits eine Anzeige ausgelöst wenn jemand nur mit dem Keywort „Laufschuhe“ eine Suchanfrage auslöst.

Exakt

Wie der Name schon sagt, wird hier die Anzeige nur dann ausgelöst wenn jemand exakt nach der Phrase „Damen Laufschuhe kaufen“ sucht.

Wortgruppe

Hier wird es schon etwas undurchsichtiger. Hier schaltet Google AdWords nur dann wenn die Wortgruppe übereinstimmt oder ähnliche Variationen davon. Wenn wir bei unserem Beispiel bleiben, würde die Anzeige zum Beispiel auch bei „Damen Laufschue kaufen sale“ angezeigt werden.

Es gibt als Erweiterung auch noch den modifizierer für weitgehend passende Kewords, welcher in Form eines „+“ aktiviert wird. Hier werden die Anzeigen bei Suchanfragen geschaltet die den modifizierten Begriff oder sehr ähnliche Varianten enthalten.

• +Laufschuhe +Damen
• Beispielsuche: Laufschuhe für Damen

Wozu nun jedes Keyword bzw. jede Keyword-Phrase als eigenen Keyword-Typen eingeben? Diese Methode ermöglicht es, schon nach kurzer Zeit alle Klickwerte und Conversionwerte auf den Keyword-Typ herunterbrechen und somit die Keyword-Typen welche nicht funktionieren aussieben.

Das vermutlich Schwierigste in Google AdWords ist es, die richtige Zielgruppe zu erreichen. Denn genauer das Targeting funktioniert desto höher ist die Qualität des Traffics und desto höher werden auch die Conversions sein. Wenn man zum Beispiel für ein Modehaus welches nur mit Übergrößen handelt Anzeigen schaltet, ergibt es durchaus Sinn schon im Anzeigentext bereits die Phrase „ab Größe 46“ einzubauen. Es ist von großer Bedeutung, sein Werbebudget nicht zu verschwenden. Es sollten auch immer negativ Keywords in Kampagnen eingebaut werden. Bietet man zum Beispiel eine Ganganalyse für Laufschuhe an die jedoch einen gewissen Betrag kostet sollte man Keywords wie “gratis”, “umsonst” oder “kostenlos” als negativ Keyword in die Kampagne eintragen um so gleich vorweg die Zielgruppe zu verfeinern.

So banal es sich auch anhört, wer in der letzten Anzeigenzeile eine CTA wie „Jetzt klicken!“ , „jetzt downloaden!“ oder „jetzt kaufen!“ einbaut wird eine höhere Klickrate haben. Einfach mal testen! Auch mit und ohne Rufzeichen zeigen sich hier große Unterschiede. Wer auf seiner Landingpage einen Leadmagnet hat, also ein so genanntes „Werbezuckerl“ der sollte dies auch bereits im Anzeigentext anführen. Eine Handlungsaufforderung in Google AdWords Anzeigen ist unerlässlich. Hier wären wir auch wieder bei dem AIDA Modell und dem letzten “A” für “Action”.

Hier wären wir wieder bei dem Thema Relevanz. Meiner Meinung nach der wichtigste Gedanke einer jeder AdWords Kampagne. Was meine ich mit „the big 3“

KEYWORD —> ANZEIGE —> LANDINGPAGE

Alles beginnt mit der Suchanfrage des Users. Dieser tippt zu Beginn das Keyword ein. Wenn der User in die Google-Suche „gelbe Nike Laufschuhen“ eingibt und eine Anzeige ausgeliefert wird mit dem Anzeigentext „gelbe Nike Laufschuhe jetzt kaufen“ dann wird die Anzeige vermutlich eine hohe Relevanz haben für den User. Somit kann man sagen, bis hierhin hat alles funktioniert. Hier beobachte ich aber häufig einen groben Fehler, denn klickt der User nun auf die Anzeige landet er auf einer Produktübersicht für Laufschuhe aller Marken und Farben. In der Regel wird dieser User die Seite sofort wieder verlassen und wenn, das eigen Unternehmn nicht gerade Zalando ist, sollte man diesen Traffic vermeiden. Landet der User aber nun auf einer Seite die ihm eine Auswahl aus allen Nike Modellen der Farbe gelb zeigt, ist das Ziel zu 100 % erfüllt, zumindest was den Google AdWords Zyklus betrifft. Wenn die Kunden dann immer noch nicht kaufen, liegt es oft an der Usability des Shops oder ähnlichem.

Hier kommt auch der Qualitätsfaktor ins Spiel. Der Google Qualitätsfaktor ist ein Wert von 1-10. Ist der Qualitätsfaktor sehr hoch, liegt dies daran, dass die oben erwähnte CTR sehr hoch ist und die User welche über Google AdWords auf die Webseite geleitet werden, dort auch länger verweilen und die so genannte Bouncerate der Seite im Bezug auf Google AdWords Besucher niedrig ist. Der Qualitätsfaltor ist auch ausschlaggebend für die Höhe des Klickpreises. Je höher der Qualitätsfacktor, desto niedirger der CPC.
Aus genau diesem Grund erreichen gut geführte Google AdWords Agenturen in der Regel weitaus günstigerer Klickpreise als Mitbewerber und Budgets werden so weitaus effektiver eingesetzt.

Daniel Knoflicek ist seit 2012 Geschäftsführer von Slidebird Webstories, einer Agentur für online Marketing, Webdesign und Webentwicklung. Des Weiteren hat Daniel Knoflicek das Start Up Ernst M. gegründet, welches vegane, bio Marmelade in Österreich herstellet und vertreibt. Er ist als CTO für das Start Up tätig. Seit 2015 und der Gründung von DESK.WORKS ist Daniel Knoflicek als Brand Ambassador für Österreich zuständig.

Leave a Comment