Ende September stellte Google die Funktionsweise der Keyword-Optionen Exact Match und Phrase Match um. Dies hat zur Folge, dass Anzeigen auch dann ausgelöst werden wenn der Suchbegriff des Users nur eine “nahe Variante” des in Adwords gewählten Keywords ist. Dies ist nur ein weitere Punkt mehr wo Google den Werbetreibenden einmal mehr ein Stück Selbstständigkeit abspricht. Sehen wir uns nun an, was dies genau bedeutet und wo die Vor- und Nachteile für die Werbetreibenden liegen.

Welche Keyword-Optionen gibt es in Google Adwords überhaupt?

Mit den Google Adwords Keyword-Optionen können Werbetreibende die Streuung ihrer Anzeigen steuern. Kurz gesagt je nach Keyword-Option entscheide Google wie genau das hinterlegte Keyword mit der Suchanfrage übereinstimmen muss, damit es zu einer Anzeigenschaltung kommt.

Broad Match: weitgehend passen

Dies ist die Standard Option von Google Adwords und wird automatisch gesetzt sofern man keine andere Keyword-Option auswählt. Kurz gesagt, Google geht sehr locker mit dem Keyword um und es kommt häufiger zu Anzeigenschaltungen da das Keyword nicht genau übereinstimmen muss mit der Suchanfrage des Users. Erlaubt sind dann:

  • Singular/Pluralformen
  • fehlerhafte Schreibformen
  • Synonyme
  • ähnliche Suchanfragen (Laptop oder Notebook)
  • Abkürzungen
  • Akronyme
  • Wortstammvariationen
  • Sowie Wortergänzungen in den wildesten Formen

Vorteil, es kommt häufiger zu Anzeigenschaltung. Nachteil besteht hier besonders für kleine Werbebudgets da es zu vielen unnötigen Klicks kommen kann, die zu keiner Conversion führen.

Modifizierer für weitgehend passende Keywords

Mit dieser Option kann man zumindest die Werbeschaltungen ein wenig genauer platzieren. Synonyme und ähnliche Suchanfragen lösen dann keine Schaltung mehr aus. Was besonders bei kleinen Werbebudgets Sinn macht. Hierzu muss lediglich ein Pluszeichen “+” vor jedes Keyword hinzugefügt werden. Bei Long Tail Keywords ist es also möglich für jedes Wort zu entscheiden ob es modifiziert werden soll oder nicht.

Phrase Match: Wortgruppe

Diese Optionen findet man des öfteren auch unter dem Namen “passende Keywords” im Google Adwords Konto. Um diese Option zu nutzen muss der Werbetreibende das Keyword in Anfürhungszeichen setzen: “rote Handschuhe”. Die Anzeigen werden nun nur dann geschaltet, wenn ein User eine Suchanfrage in genau dieser Reihenfolge durchführt. Wörter davor oder nach dieser Phrase spielen dabei keine Rolle.

Exact Match: exakt passende Keywords

Bei dieser Keyword-Option muss die Suche zeichengenau mit den Keywords überenstimmen. Aktiviert wird diese Option mit der Eingabe von  Eckigen Klammern: [Weihnachtsfeier Wien].

Negativ Match: ausschließende Keywords

Mit ausschließenden Keywords könnten Werbetreibende verhindern dass Anzeigen zu bestimmen Keywords geschalten werden. Hierfür muss ein Minuszeichen für das Keyword gesetzt werden.  Ein Klassiker für negative Keywords wäre -umsonst oder -kostenlos.

TIPP: Sie können Negative Keywords in drei Varianten Hinterlegen. Variationen, Synonyme und sonstige Interpretationen des Expand Match gibt es bei negativen Keywords nicht. Haben Sie also das positve Keyword “Laufschuhe” hinterlegt und das negative Keyword “-kostenlos” so wird die Anzeige trotzdem noch bei der Suchanfrage “kostenlose Laufschuhe” geschalten, da ja nur “-kostenlos” aber nicht “-kostenlose” ausgeschlossen wurde.

Keywordübereinstimmungen PHRASE MATCH und EXACT MATCH

Wer nun gedacht hat, dass Phrase Match und Exact Match im Konto automatisch wie gerade eben beschrieben wurde umgestzt wird liegt zwar falsch – dafür bleibt nach einer Umstellung für den Werbetreibend alles gleich.

Google hat schon seit langer Zeit die Einstellung “Keyword-Übereinstimmungstypen” eingeführt. Hierzu muss man jedoch bei Kampagnentyp alle Funktionen auswählen (also Pluralformen, falsche Schreibweisen und andere nahe Varianten einschließen). Dies bietet eben die Möglichkeit diese zwei Keyword-Optionen wie hier beschrieben zu handhaben.

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UNSERE LEISTUNGEN

Slidebird Webdesign & Online Marketing devider

Daniel Knoflicek ist seit 2012 Geschäftsführer von Slidebird Webstories, einer Agentur für online Marketing, Webdesign und Webentwicklung. Des Weiteren hat Daniel Knoflicek das Start Up Ernst M. gegründet, welches vegane, bio Marmelade in Österreich herstellet und vertreibt. Er ist als CTO für das Start Up tätig. Seit 2015 und der Gründung von DESK.WORKS ist Daniel Knoflicek als Brand Ambassador für Österreich zuständig.

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