GZIP Compression | WordPress mit GZIP komprimieren

Bei der GZIP-Komprimierung werden Seiten auf einem Webserver gebündelt (gezippt), bevor die Seite an den Besucher ausgeliefert werden. Dies spart Bandbreite und erhöht somit die Ladegeschwindigkeit der Seite erheblich. Der Webbrowser des Besuchers entpackt die Seiten dann automatisch. Dieses Komprimieren und Entpacken dauert nur einen Bruchteil einer Sekunde.

Die GZIP-Komprimierung wird für alle Arten von Textdateien empfohlen:

 

  • HTML (.html), aber auch alle Arten von dynamischem HTML (z. B. Erweiterung .php, .aspx)
  • Textdateien (Erweiterung .txt)
  • CSS und Javascript (Erweiterungen .css und .js)
  • Webservices wie WSDL, REST und JSON

GZIP Compression wird für Nicht-Textdateien (z. B. Grafikdateien und ZIP-Dateien) nicht empfohlen, da sie kaum Speicherplatz benötigen und daher die Ladezeit verlängern kann.

Heutzutage verwenden fast alle modernen Websites eine Mischung aus HTML, CSS und JavaScript.  Darüber hinaus verwenden die meisten Programmierer verschiedene Entwurfsmuster und gemeinsame Elemente, was zu einer beträchtlichen Anzahl von Wiederholungen führt.

Komprimierungsalgorithmen wie z. B. GZIP verwenden die Muster und Wiederholungen im Text, um eine effizientere Methode zum Speichern von Daten zu schaffen. Schauen wir uns ein Beispiel an.

Hier ist ein HTML-Code, damit der Text fett dargestellt wird:

<strong>GZIP COMPRESSION in fetter Schrift</strong>

Die komprimierte Version davon würde so aussehen “hjiuohjkKUhjmd5625ztjkjzoUIqThhdfk8546d,ksölaoIrTQ2” und ist sogar länger als die nicht komprimierte Version. Sehen wir uns nun aber mal an was passiert, wenn wir folgenden Text komprimieren.

<strong>GZIP komprimiert  in fetter Schrift </strong>
<strong>GZIP komprimiert  in fetter Schrift zwei</strong>

Die komprimierte Version lautet “hjiuohjkKUhjmd5625ztjkjzoUIqThhdfk8546ddkKohzd67ZH1okiZ53 68ZetzdHN6”. Obwohl der ursprüngliche Text mehr als doppelt so groß ist, besteht die komprimierte Version tatsächlich nur noch aus 16 Zeichen mehr  – eine enorme Reduzierung der Größe um 34%, was weniger Ladezeiten und eine schnellere Website bedeutet.

GZIP Komprimierung aktivieren für WordPress

GZIP Komprimierung aktivieren mit einem Plugin

 

Der einfachste Weg GZIP Compression zu aktivieren ist ein Caching Plugin wie WP-Rocket. Es gibt auch spezielle Plugins wie “Check and Enable GZIP compression” die eigens dafür geschrieben wurden. Die Plugins fügen der .htaccess Datei automatisch die GZIP Kompressionsregeln hinzu, mit Hilfe des mod_deflate Moduls. Sollte dies nicht funktionieren liegt es meistens an den Berechtigungen auf dem jeweiligen Server. Speziell bei Shared Server Hostings ist dies der Fall.

 

GZIP Komprimierung in der .htaccess Datei

 

Eine htaccess-Datei wird verwendet, um dem Server spezielle Anweisungen zu erteilen, z. B. Weiterleitungen, das automatische Anhängen von Dateien an bestimmte Anforderungen und eben beispielsweise die Aktivierung der GZIP-Komprimierung!

 

Zunächst benötigen wir eine Möglichkeit, auf die .htaccess am Server zuzugreifen. Die bevorzugte Methode für die meisten wird hier per FTP sein. Um sich über FTP mit dem Server zu verbinden wird ein sogenannter FTP-Client benötigt. Der vermutlich bekannteste FTP-Client ist FileZilla. Um sich mit dem Server über FTP zu verbinden werden die IP-Adresse, Benutzername und Passwort des FTP  Users benötigt. Sollte die Verbindung über SFTP stattfinden sollte ebenfalls der Port angegeben werden. In der Regel ist das bei SFTP 22 oder 2222 wie bei WPEngine zum Beispiel.

 

Wer sich nun erfolgreich mit dem Server verbunden hat, befindet sich in der Regel automatisch schon im Stammverzeichnis wo sich auch die .htaccess Datei befindet. Falls nicht, muss erst zum Verzeichnis navigiert werden, in dem die WordPress Installation liegt, dies variiert von Host zu Host. Im letzten Schritt muss dann nur noch nachfolgender Code in die .htaccess Datei eingefügt werden.

<ifModule mod_gzip.c>
mod_gzip_on Yes
mod_gzip_dechunk Yes
mod_gzip_item_include file .(html?|txt|css|js|php|pl)$
mod_gzip_item_include handler ^cgi-script$
mod_gzip_item_include mime ^text/.*
mod_gzip_item_include mime ^application/x-javascript.*
mod_gzip_item_exclude mime ^image/.*
mod_gzip_item_exclude rspheader ^Content-Encoding:.*gzip.*
</ifModule>

GZIP Komprimierung überprüfen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um zu prüfen, ob die Dateien einer Site im GZIP-Format komprimiert werden. Eine der einfachsten Möglichkeiten besteht darin, das GTMetrix-Site-Testing-Tool zu verwenden.

Wenn alles so funktioniert, wie es sein soll , sollte unter dem Punkt “YSLOW” folgendes ersichtlich sein:

enable gzip comression

Zusammenfassung

GZIP Komprimierung ist eine sehr einfache und schnell Möglichkeit die Ladezeit seiner Webseite erheblich zu verringern. Unabhängig ob es eine WordPress Installation ist oder ein sonstiges CMS, mit der GZIP Komprimierung wird die Ladezeit erheblich verringert und somit nicht nur die Usability der Seite gesteigert sonder kann auch auch im Bezug auf SEO ein wichtiger Punkt abgehackt werden. Ladezeit ist einer der wichtigsten Faktoren in der Suchmaschinenoptimierung.

 

Ich empfehle auch jedem, sich die Zeit zu nehmen und die GZIP Komprimierung über die .htaccess Datei zu implementieren. Die meisten WordPress Installationen sind ohnehin schon mit Plugins überladen welche in der Regel nur weitere Requests auf der Webseite verursachen.

TIPP

Wer noch mehr über die .httacess Datei erfahren möchte sollte sich auch den Beitrag “.htaccess WordPress | 7 nützliche Tricks” von mir durchlesen.

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