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Instagram war von Anfang an eine Erfolgsgeschichte. Innerhalb von nur wenigen Jahren explodierten die Benutzerzahlen und die Plattform wächst sogar bis heute noch immer weiter. Jedoch hat sich Instagram von einer App zum Teilen von Fotos, zu einer Möglichkeit weiterentwickelt, sich als Unternehmen online zu präsentieren und Kunden viel mehr auf Augenhöhe entgegentreten zu können. Anstatt reine Werbung zu schalten, kann das Unternehmen für Kunden relevanten Content teilen und so eine Art „zweite Website“ für sich erstellen, auf welcher Interessierte mehr darüber herausfinden können wie, was und wo sie Produkte kaufen.

Instagram im Online-Marketing

Online-Marketing ohne Instagram ist mittlerweile kaum vorstellbar. Obwohl Facebook insgesamt wesentlich mehr Nutzer hat, ist Instagram weitaus empfehlenswerter, um Kunden zu erreichen. Wieso? Der Unterschied liegt in den Algorithmen. Facebook legt Wert darauf, dass der User in erster Linie Posts von Familie, Freunden oder beigetretenen Gruppen sieht. Werbepostings (ohne Budget, also organische Posts mit Werbeabsicht) stehen dabei hinten an und erreichen viele User gar nicht. Im Gegensatz dazu, ist es bei Instagram etwas anders. Anbei kleine Auflistung der diversen algorithmischen Faktoren, welche beim Ranking eines Posts eine Rolle spielen:

Instagram:

  1. Engagement: Wie viele Herzen und Kommentare hat der Post.
  2. Relevanz: Ist das Genre des Posts relevant für den User?
  3. Beziehungen: Posts von Konten mit welchen der User oft interagiert, werden höher gerankt.
  4. Timelines: Neuere Posts werden höher gerankt.
  5. Profil-suchen: Posts von Profilen, welche der User oft sucht, werden höher gerankt.
  6. Direktes Teilen: Posts, welche vom User für andere direkt geteilt werden, bekommen einen erhöhten Rang, wie auch der geteilte Ursprungspost.
  7. Verbrachte Zeit pro Post: Wie lange man einen Post anschaut, ohne zu scrollen.

Facebook:

  1. Freunde und Familie: Beiträge von Personen, welche der User persönlich kennt, werden höher gerankt.
  2. Engagement: Wie oft ein Beitrag gelikt, kommentiert oder geteilt wird.
  3. Engagement fördernd: Beiträge welche User dazu bringen eine Konversation zu starten, werden höher gerankt.
  4. Bilder und Videos: Visuelle Beiträge werden höher gerankt als welche die nur Text beinhalten.
  5. Köder (Bait) werden herabgestuft: Beiträge welche auf aggressive Weise nach Likes, Shares, Kommentaren, Votes oder Tags ködern, werden herabgestuft.
  6. Werbeposts (organische Posts ohne Werbebudget) werden herabgestuft: Beiträge, welche versuchen Produkte anzuwerben, werden algorithmisch erkannt und herabgestuft, solange sie keine offiziellen Werbeanzeigen sind.

Der Unterschied zwischen den Ranking-Taktiken der beiden Plattformen ist deutlich erkennbar. Da Instagram seit 2012 zu Facebook gehört, ist dies jedoch mit Sicherheit eine gewollte Differenz. Instagram ist die Plattform, auf welcher Engagement am meisten zählt, Facebook die, auf welcher man eher mit Familie und Freunden kommuniziert. Das soll nicht heißen, dass Werbung auf Facebook nicht mehr funktioniert. Abhängig ist all dies von der Zielgruppe. Während sich auf Instagram eine Zielgruppe von unter 30-Jährigen befindet, ist auf Facebook die Zielgruppe wesentlich älter.

Im Online-Marketing kann aktuell auf beides nicht verzichtet werden, Facebook sowie auch Instagram. Wer eine Firma hat, hat heutzutage höchstwahrscheinlich auch ein Instagram sowie Facebook Profil. Facebook ist in diesem Blog erwähnenswert, da die Plattform nicht nur die Muttergesellschaft von Instagram darstellt, sondern auch den optimal zugeschnittenen Gegenpart. Die Plattformen ergänzen einander perfekt in der Deckung der Bedürfnisse von Usern und verbinden unterschiedliche Generationen mit verschiedensten Unternehmen. Ziel dabei ist, den Usern das zu bieten was sie lesen, sehen, wissen oder haben wollen.

Der Algorithmus

Dieser Titel ist schon mal falsch. Es gibt nämlich, laut Instagram, keinen Algorithmus, der alle User im Blick hat und entscheidet was sie sehen sollen und was nicht. Laut offiziellen Angaben gibt es drei Algorithmen.

 

Feed & Stories

Feed und Stories ist jener Bereich, welcher User auf Instagram mit Familie, Freunden und anderen engen Kontakten verbindet. Daher werden dort vermehrt Inhalte gezeigt, welche von Personen stammen, zu denen man eine engere Beziehung pflegt. Dabei sind für Instagram Daten relevant, die auch „Signale“ genannt werden. Zu diesen zählen beispielsweise: Likes und Anzahl der Kommentare, wie relevant die Person für den User ist, was dem User basierend auf vergangenen Aktionen gefallen könnte, was und wie oft man liket, sowie die Geschichte der gemeinsamen Interaktion mit den betroffenen Profilen. Diese Daten werden verwendet, um Vorhersagen zu treffen. Diese Vorhersagen entscheiden schließlich, welche Posts mit der höchsten Wahrscheinlichkeit gesehen werden und welche nicht.  Dazu gehören: wie lange ein Post angesehen wird, ob er kommentiert, gelikt, gespeichert oder das Profilbild angeklickt wird. Je höher die Wahrscheinlichkeit einer Interaktion ist, desto höher der Post.

Die relevanten Signale werden von Instagram mit der Zeit jedoch immer wieder geändert und angepasst. Laut Instagram ist es für das Unternehmen wichtig, die Sicherheit von Personen in den Fokus zu stellen. Es gibt hierfür „Community Guidelines“, welche definieren was erlaubt ist und was nicht. Wird gegen diese Guidelines verstoßen, wird der Post von Instagram entfernt. Passiert dies des Öfteren, kann auch der Account gesperrt werden. Ebenso erkennt Instagram mit Hilfe von Drittanbietern Falschinformationen, und rankt Posts, welche solche beinhalten niedriger im Feed.

Explore

Explore ist, wie der Name schon verrät, der Teil von Instagram auf welchem man Neues erkunden kann. Dort werden dem User Empfehlungen von Accounts vorgeschlagen, welchen der User nicht folgt.

Wie bei Feed & Stories, werden auch bei Explore Signale verwendet, um passende Fotos und Videos zu finden (Likes, Kommentare, Gespeicherte Beiträge). So wird beispielsweise, wenn man einem spezifischen Account folgt, vom Algorithmus erkannt welchen Accounts andere Menschen, denen die Beiträge desselben Accounts gefallen, folgen. So kommt der User auf verwandte Themen, die zum ursprünglichen Interessensgebiet passen könnten. Ist dies geschehen, sortiert der Algorithmus die Fotos und Videos, von denen er denkt, dass sie am interessantesten sein könnten.

Für Explore gibt es ebenso eine Liste an Richtlinien. Diese werden „Recommendations Guidelines“ gennant. So wird verhindert, dass User Beiträge sehen, die ihm nicht gefallen, beziehungsweise schlechte Verhaltensweisen fördern, wie Drogenkonsum oder Tabak.

Reels

Instagram Reels ist sehr ähnlich zu Explore. Der Unterschied liegt jedoch im Inhalt. Anstatt Content zu sehen, der interessant sein soll, wird dem User Content gezeigt, welcher Unterhaltsam ist. Der Algorithmus erkennt, welche Inhalte dem User gefallen und weiß somit, was öfter vorgeschlafen werden kann. Dabei werden auch kleine Kanäle berücksichtigt, die nicht so bekannt sind. Reels besitzt dieselben Richtlinien wie Explore.

Im Ganzen erkennt man nun, dass sich der Algorithmus aus drei wesentlichen Bestandteilen zusammensetzt. Feed und Stories, Explore und Reels. Dabei dreht sich alles darum, jedem Individuum das zu präsentieren, was inspirierend, hilfreich, oder unterhaltsam sein könnte.

Fazit

Auf Instagram ist nichts dem Zufall überlassen. Auf kleinste Signale wird geachtet, um das Beste aus der Benutzererfahrung herausholen zu können. So arbeiten drei verschiedene Algorithmen zusammen, alle nach einem ähnlichen Muster, um Menschen zu unterhalten, zu helfen, oder vor schädlichem Content zu bewahren und gleichzeitig das Leben, um einen Schritt komfortabler zu gestalten. Guter Content kommt weiter, so wird aus Unternehmen und Menschen das Beste herausgeholt.

Geraldine Edel ist seit 2016 als Senior Google Ads Managerin für Slidebird tätig. Zu ihren Aufgaben zählen die strategische Planung von Google Ads Kampagnen sowie die Umsetzung und Betreuung unserer Kunden.

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