Shoplösung - Teil II

Wie bereits in Teil I versprochen werde ich in diesem Artikel erwähnenswerte Shoplösungen vorstellen. Generell unterscheidet man bei einer Shoplösung zwischen Open Source Software, Out-of-the-box Software sprich Kauf-Shops und Miet-Shops.

Open Source Lösungen

Wie am Namen schon ersichtlich ist, handelt es sich bei Open Source Lösungen über Software mit frei zugänglichem Code. Der Code ist editierbar und nach Belieben erweiterbar. Open Source heißt aber nicht zugleich kostenlos. Oft bekommt man die neuesten Softwarepakete, wie z. B. bei XtCommerce,  nur im Zuge eines 1 Jahres Support Vertrages. Die bekanntesten Lösungen möchte ich nun kurz genauer vorstellen.

Einer der beliebtesten und meist verbreitetsten Shopsysteme im deutschsprachigen Raum. Speziell sehr große Projekte lassen sich mit Magento gut realisieren. Die großen Vorteile von Magento sind die hohe Funktionalität, Flexibilität und Skalierbarkeit. Dies wiederum bringt auch einen erhöhten Hardwarebedarf mich sich. Wer nur ein kleines Sortiment hat oder absoluter E-Commerce Neuling ist, wird mit Magento vermutlich nicht glücklich werden.

Weiterführende Informationen:

Oxid e-shop

Seit Kurzem mit der neuen Enterprise-Edition 5.0 verfügbar. Zusätzlich gibt es noch eine Community-Edition und eine Professional-Edition. Alle 3 Pakete ähneln sich im Funktionsumfang. Sind aber auf die zukünftige Größe des Shops ausgerichtet. So ist die Community-Edition als freie Software unter der GNU lizenziert. Die Professional-Edition hingegen unter einer kommerziellen Lizenz mit ERP/SOAP- Schnittstellen Unterstützung und zahlreichen Supportoptionen. Sogar ein eigenes Content Management System ist integriert.

Weiterführende Informationen:

osCommerce

Der alte Herr so zu sagen. Für die in PHP geschriebene  Shoplösung stehen mehr als 3000 Erweiterungen zur Verfügung. osCommerce bietet durch die out-of-the-box Lösung auch kleineren Webshopbetreibern eine gute alternative.

Weiterführende Informationen:

Übersicht

Opencart

www.opencart.com

Dokumentation nur in Englisch, wenig Templates.

Magento

www.magentocommerce.com

Deutsches Sprachpaket. Konfiguration per XML-Dateien von Back- und Frontend.

Randshop

www.randshop.com

Solides Basis-System, aktives Forum, kostenpflichtiger Support.

Gambio

www.gambio.de

Wurde auf Basis von xtCommerce entwickelt, Supportvertrag ist Voraussetzung.

osCommerce

oscommerce.com

Sehr aktive Community, viele kommerzielle Templates verfügbar, speziell für den deutschsprachigen Raum interessant.

Zen Cart

www.zen-cart.com

Umfassendes System mit vielen Zusatzfunktionen. Auch auf deutsch.

Miet-Shops

Hierbei geht es um voll funktionsfähige Shopsysteme, die nur darauf warten aktiviert zu werden. Die Dienstleistung dahinter, welche von diversesten Providern angeboten wird, nennt sich Application Service Provider (ASP). Der Provider kümmert sich um die gesamte Administration, wie das Einspielen von Patches, Datensicherung und die Verfügbarkeit von Server bzw. Shop.

Der Serviceumfang kann stark variieren. Zur Shop-Software können je nach Vertrag noch zusätzliche Leistungen, wie eine Warenwirtschaft oder Buchhaltung hinzukommen.

1 & 1 Perfect Shop

Das Produkt von 1 &1 nennt sich “Perfect Shop” und richtet sich an Einsteiger. Deutlich auch erkennbar am Funktionsumfang. In der Basisversion können bis zu 1000 Artikel und 100 Warengruppen angelegt werden. Nett ist auch die ebay-Anbindung. Es steht ein Artikelimport bzw. -export zur Verfügung, was bei einem späteren Umzug in ein professionelleres System interessant sein kann. Also definitiv empfehlenswert für alle Webshopneulinge und kleine Unternehmen, die in den Onlinemarkt reinschnuppern möchten.

Weiterführende Informationen:

Strato Webshop

Obwohl der Strato Webshop mit einer Vielzahl an möglichen Schnittstellen aufwartet und Extras wie branchenspezifische Templates, frei gestaltbare HTML-Seiten und eine mobile Version anbietet, richtet sich auch diese Mietlösung eher an Einsteiger. Auch hier steht eine ebay-Anbindung zur Verfügung. Weitere Funktionen wie Kunden-Login, Newsletter-Funktion, Im- und Exportmodule sind ebenfalls in der Basis-Version inkludiert.

Weiterführende Informationen:

 

Übersicht
E-Shop Hosteurope

www.hosteurope.de

Flexible Templates, Kundenverwaltung, Rabattfunktion.

Loomes

www.loomes.net/

Inkl. Webhosting, nur für sehr kleine Webshops

eClassic

www.mietshop.de

Support für Designanpassung, viel zusätzliche Features wie Newsletter, Statistiken und Warenwirtschaft

ModulShop

www.cyberline.de

Mehrsprachig, viele anpassbare Templates und Zusatzmodule

Shopodia

www.shopodia.de/

Interessant für alle die einen Shop per Frame in die eigene HP einbinden wollen

Kauf-Shops

Der große Unterschied, an so genannten “out of the Box”-Lösungen, im Gegensatz zu den Mietlösungen ist, dass die Shopsoftware als Standardpaket herunter geladen wird und der gesamte Shop lokal auf dem Rechner gestaltet und bestückt wird. Zum Schluss wird er dann entweder auf einem eigenen Server oder angemietetem Webspace veröffentlicht.

Wie auch bei den Miet-Shops gibt es hierfür unzählige Anbieter, die alle ihre Vor- und Nachteile haben. Wichtige ist auch hier die Festlegung eines individuellen Anforderungskataloges.

Databecker

Für 549,- € bekommt man ein umfangreiches Softwarepaket mit vielen Funktionen wie einem flexiblen Rabattsystem, Web 2.0 Funktionen, anpassbare Designs und auch mobile Lösungen.

GS-Shopbuilder

Man kann zwischen 3 Paketen wählen. Angefangen bei dem Basic Paket für 109,- €, welches bereits alle nötigen Funktionen für einen kleinen Shop besitzt. Die Standardversion bekommt man für 229,- € womit man Zusatzfunktionen wie Datenübernahme, unbegrenzt viele Warengruppen und mehr Freiheit bei den Zahlsystemen bekommt. Die ProPlus Version wird für 649,- € angeboten und hat so ziemlich jede Funktion die man benötigt für einen professionellen Webshop. Hier eine Funktionsübersicht aller der Pakete.

 ePages

Verfügbar in den Varianten “epages Base”, XePages Flex” und “epages Enterprise”. Bei allen Paketen viele Module inklusive, Applicationserver und viele Schnittstellen.

Shopware

Shopware wirbt auf ihrer Landing-Page mit dem Slogan “Für jede Branche, für jedes Budget” und das trifft wohl zu. Angefangen von der kostenlosen Community Edition bis hin zur Enterprise Cluster Edition, welche für stolze 14.995,- € zu haben ist (Paketübersicht). Shopware ist browserbasiert und das Backend ist im Windowslook gehalten. Support wird großgeschrieben und es wurden extra Schulungszentren eingerichtet. Shopware ist sowohl für Anwender als auch für Entwickler und Designer nicht uninteressant.

Ich hoffe ein wenig Licht ins Dunkle gebracht zu haben. Der Markt für Shoplösungen ist riesig und wird bestimmt auch in Zukunft noch stark wachsen. Welche Shoplösung benutzen Sie? Ist Ihre Shoplösung empfehlenswert?

Daniel Knoflicek ist seit 2012 Geschäftsführer von Slidebird Webstories, einer Agentur für online Marketing, Webdesign und Webentwicklung. Des Weiteren hat Daniel Knoflicek das Start Up Ernst M. gegründet, welches vegane, bio Marmelade in Österreich herstellet und vertreibt. Er ist als CTO für das Start Up tätig. Seit 2015 und der Gründung von DESK.WORKS ist Daniel Knoflicek als Brand Ambassador für Österreich zuständig.

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