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Auf einen Blick

Snippets – Wir alle sehen sie beinahe täglich, doch kaum jemand hat ihren Namen schon mal gehört. Auf Deutsch übersetzt bedeutet das Wort „Schnipsel“. Doch was haben diese „Schnipsel“ mit SEO am Hut? Ziemlich viel, denn Snippets sind für eine Website ungefähr genauso wichtig wie das Aushängeschild für ein Geschäft. In diesem Blogbeitrag erfährt Ihr, was Snippets genau sind und wie man sie erfolgreich optimieren kann.

Was sind Snippets?

Das Wort Snippet ist in der englischen Sprache, aber auch im IT-Bereich vielseitig einsetzbar und hat mehrere Bedeutungen. Beispielsweise kann das Wort „Snippet“ auch als Programmierbegriff für kleine Regionen von wiederverwendbarem Quellcode verstanden werden. Die Snippets die wir in diesem Beitrag behandeln, werden auch SERP-Snippets genannt. Die Abkürzung „SERP“ steht für „Search Engine Result Page“. Es handelt sich hierbei um die Website-Vorschau auf einer Suchmaschine, sprich das „Aushängeschild“ einer Website, welches uns dazu verleiten soll, darauf zu klicken. Wer also schon mal eine Suchmaschine verwendet hat, der hat mit Sicherheit auch schon mal Snippets gesehen. Die meisten von uns sehen sie vermutlich sogar mehrmals täglich.

Wie sind Snippets aufgebaut?

Grundsätzlich besteht ein Snippet aus drei wesentlichen Teilen. Von oben nach unten:

  • URL (Internetadresse)

Die URL sollte immer zu der im Titel beschriebenen Seite führen, sprich die „Kontakt“-URL sollte auch auf die „Kontakt“-Seite führen, und nicht auf die Homepage. Je vertrauenswürdiger die URL, desto besser.

  • Title Tag (Website-Titel)

Das Title Tag ist der wichtigste Ranking-Faktor eines SERP-Snippets. Die Länge muss genau kalkuliert sein, da die Zeichenanzahl begrenzt ist und zu lange Tags nicht zur Gänze angezeigt werden.

  • Meta Description (Kleiner Textblock unter dem Titel)

Die Meta-Description beschreibt kurz und bündig den Inhalt der Seite und dient dafür den Suchenden einen Überblick zu verschaffen. Sie ist für das Ranking nicht relevant.

Zusammen werden URL, Title Tag und Meta Description auch „Metadaten“ genannt. Anbei als Beispiel das SERP-Snippet unserer Website zur bildlichen Anschauung:

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In diesem Fall werden auch noch Seitenlinks angezeigt. Das passiert meistens dann wenn direkt nach dem Firmennamen oder der Brand gesucht wird und der Treffer in sen Sucherergebnissen sehr genau übereinstimmt mit der Suchanfrage. In manchen Fällen beinhalten Snippets auch noch weitere Informationen, wie zum Beispiel Bewertungssterne, Preisspannen (z.B. für Hotels), Datum bzw. Zeit (z.B. bei News-Artikeln), sowie Veranstaltungsdaten für Events, zu diesen Snippets später noch mehr.

Wie und wo werden Snippets angepasst?

Snippets, bzw. Metadaten, können im jeweiligen CMS (Content-Management-System) angepasst werden. Dort gibt es, je nach System, Felder, in welche der Text händisch eingegeben werden kann.

Bei WordPress zum Beispiel findet man auf der jeweiligen Seite in der Bearbeitungsfunktion den „Yoast SEO“ Bereich. Dort sind die Eingabe-Felder für SEO-Titel und Meta-Beschreibung, inklusive einer Google-Vorschau für mobile Endgeräte und Desktops. Ein weiteres nützliches Feature von WordPress, ist die automatische SEO-Analyse, welche mögliche Verbesserungsverschläge liefert und Fehler anzeigt. Außerdem kann WordPress die Metadaten auch selbst zusammenstellen, falls sie nicht manuell eingegeben werden. Warum dies jedoch nicht ratsam ist, erklären wir im nächsten Kapitel.

Warum sollten Snippets optimiert werden?

Im Online-Marketing, genauer gesagt in der Suchmaschinenoptimierung, sind SERP-Snippets sehr bedeutend für das Ranking und Uservertrauen. Werden sie nicht optimiert, erstellt Google oder das jeweilige CMS automatisch die Metadaten, indem sie schlichtweg aus Textstücken der Seite gezogen werden. Dies funktioniert in den meisten Fällen jedoch nicht sonderlich gut und kann zu einem unprofessionell-wirkendem Layout führen welches Kunden abschreckt. Wir fassen zusammen, welche unerwünschten Auswirkungen nicht-optimierte Snippets hervorrufen können:

1

Visueller Eindruck

Chaotische, unverständliche Snippets wirken auf potenzielle Website-Besucher nicht einladend. Auch wenn die eigene Website für mehrere Keywords ganz oben bei den Suchergebnissen rankt, bedeutet das nicht, dass jeder User automatisch draufklickt. Daher ist ein übersichtliches, verständliches, optisch ansprechendes und informatives Layout sehr bedeutsam, um eine hohe Click-Through-Rate (CTR) zu erzeugen, welche sich schlussendlich auch wieder positiv auf das Ranking auswirkt. Wer sich dabei durch mögliche Sonderzeichen noch abhebt, sticht aus der Masse heraus und gestaltet seine Metadaten noch auffälliger

2

Keywords einfügen

Speziell im Title Tag sind die passenden Keywords unverzichtbar. Nicht nur helfen sie den Usern das zu finden wonach sie suchen, sondern sie verbessern auch das Ranking auf Google. Fehlen die richtigen Keywords, so kann es zur Unsicherheit bei Usern führen und wertvolle Klicks kosten. Dies zählt nicht nur für den Title Tag, aber auch die Meta Description, welche zwar nicht für das Ranking relevant ist, aber dennoch für das Vertrauen der User.
3

Textlänge/Lesbarkeit:

Wer sich nicht an die maximale Zeichenobergrenze hält, kann von Google schnell negativ gerankt werden und User abschrecken. Dies betrifft vor allem den Title Tag, da dieser kurz und bündig zeigen muss, um welche Website oder Inhalte es sich handelt. Daher sollten alle unnötigen Wörter und Floskeln herausgelassen werden und nur die notwendigste Information enthalten sein.

Wie werden Snippets am besten optimiert?

Ziel der Snippet Optimierung ist im Grunde das „Aushängeschild“ der Website so zu gestalten, dass die richtigen User die richtigen Inhalte zur richtigen Zeit finden. Stichwort ist die Such-Intention, welche ein User hat, wenn er nach Antworten sucht. In den folgenden Punkten fassen wir die besten Methoden zur Optimierung zusammen:

  • Fragen stellen oder Ankündigungen verwenden

Oft suchen User nach Websites, um spezifische Fragen zu beantworten. Eine Frage direkt als Titel im Snippet zu verwenden, gibt Usern mit derselben Frage das Gefühl, eine Antwort gefunden zu haben und nicht allein mit ihrem Problem dazustehen. Dasselbe gilt für Ankündigungen aller Art, vor allem im Nachrichten-Bereich bei aktuellen Schlagzeilen.

  • Den Erwartungen gerecht werden

Vermittelt ein Snippet den falschen Eindruck, so kann es passieren, dass viele User die besuchte Seite sofort wieder unzufrieden verlassen. Das macht auf Google einen schlechten Eindruck, daher ist es ratsam, stets nur Informationen im Snippet zu verwenden, die auch tatsächlich zu den Inhalten passen. Ebenfalls wenn gute Google Bewertungen zu deinem Unternehmen vorhanden sind, empfehlen wir dir diese möglichst im Snippet einzublenden, um für noch mehr Vertrauen zu sorgen!

  • Auf die Zeichenanzahl achten

Wie oben bereits erwähnt, ist die Einhaltung der Zeichenanzahl empfehlenswert, um einen professionellen Eindruck beizubehalten. Welche Länge des Titels und der Meta-Description optimal sind, hängt von der Pixelbreite des Geräts ab. Für den Titel sollten nicht mehr als 60 Zeichen verwendet werden, sprich 580 Pixel. Bei der Metabeschreibung ist Platz für Maximal 165 Zeichen auf dem Desktop, und 130 Zeichen auf mobilen Endgeräten. Alles an Text, was diese Werte überschreitet, wird ausgeblendet und ist somit sinnlos. Achtung: Zu wenig Text, ist auch nicht ratsam, am besten ist es, die Zeichenanzahl so weit wie möglich auszunutzen und dabei knapp unter der Maximalgrenze zu bleiben.

  • Sonderzeichen verwenden

Ein tolles Feature, welches man bei SERP-Snippets verwenden kann, ist das Einsetzen von Sonderzeichen, wie Emojis. Während Smileys zwar, je nach Unternehmen, auch unseriös wirken können, gibt es beispielsweise die Möglichkeit farblose Sonderzeichen wie Häkchen einzufügen und sich so dennoch aus der Masse abzuheben. Sonderzeichen werden vor allem in der Meta-Description verwendet, um aufgelistete Punkte voneinander abzutrennen.

  • Markenname am Ende des Title Tags

Wenn der Platz es hergibt, kann als schnelles Wiedererkennungsmerkmal am Ende vom Title Tag noch der Name der Website oder des Produkts eingefügt werden. So schafft man eine gewisse Awareness für die eigene Marke, besonders bei Usern, die von dieser bis dahin noch nichts gehört haben, wirkt sich dies positiv aus.

  • Call-to-Actions einsetzen

Als Call-to-Actions (CTA‘s) werden Phrasen wie “Jetzt kaufen“ oder „Jetzt testen“ bezeichnet. Sie versuchen den User zur Aktion aufzufordern. CTA’s machen sich in Titel sowie Meta-Description gut und sind vor allem bei Online Shops super geeignet, um die User zum Kauf eines Produkts zu motivieren. Die CTA’s sollten daher immer mit der gewünschten Suchintention übereinstimmen.

  • Haupt-Keyword nicht vergessen

Haupt-Keywords sollten bei Snippets möglichst am Anfang stehen und dürfen auf keinen Fall vergessen werden, da sie besonders relevant für das Ranking und potenzielle Besucher sind. Scrollt ein User schnell durch die Suchergebnisse, ist es besser je stärker das Keyword heraussticht und lesbar ist. Zu viele Keywords im Titel sind nicht optimal, da sie für Verwirrung sorgen können und Unsicherheit stiften.

  • Alleinstellungsmerkmale in der Description

Die Meta-Description ist perfekt geeignet, um kurze und bündige Alleinstellungsmerkmale (USPs) aufzulisten. „Gratis Versand“, „Ware aus Handarbeit“, „Große Auswahl“ sind nur einige Beispiele der möglichen USPs, welche den Gesamteindruck schön abrunden und ein positives Image vermitteln.

Rich Snippets

Wie der Name schon sagt, sind „Rich Snippets“ reich an Informationen. Sie helfen Aufmerksamkeit zu generieren und dem User bereits vorweg mehr Aufschluss über die Inhalte der Website zu geben. Wie genau werden Rich Snippets jedoch kreiert?

Ein Rich Snippet ist im Grunde ein spezielles HTML-Tag (Code-Schnipsel) welches man auf seiner Website einfügen kann, um auf Google höher zu ranken. Der verwendete Code wird „Schema Markup“ oder auch „Structured Data“ genannt. Rich Snippets sind für Google ebenso ein Ranking-Faktor und helfen den Algorithmen den Kontext deiner Inhalte besser zu verstehen und auch besser auszuliefern.

rich snippet beispiel bild

Dieser Code hilft Suchmaschinen die Inhalte von Websites auszulesen und sie in den Suchergebnissen korrekt darzustellen. Um ein eigenes Rich Snippet zu kreieren, muss der Code kopiert und mit den gewünschten eingesetzten Informationen in den HTML-Code der jeweiligen Unterseite eingefügt werden. Es gibt im Netz zahlreiche Rich Snippet Generatoren, welche den Code automatisch erstellen, um ihn als SEO schließlich nur noch herauskopieren und einfügen zu müssen. Beim Einsetzen von HTML-Codes ist es wichtig, sie davor gründlich auf Fehler zu kontrollieren. Hierfür gibt es online etliche Structured Data Test-Tools. Für einige CMS wie WordPress, gibt es auch Plug-Ins, welche das Einfügen von Schema Markups wesentlich vereinfachen.

Da wir nun wissen, wie Rich Snippets erstellt werden, schauen wir nun an was Rich Snippets so draufhaben. Für folgende Informationen unterstützt Google Rich Snippets:

  • Bewertungssterne
  • Verlinkungen zu Unterseiten
  • Rezepte
  • Abbildungen (Bilder)
  • Produkt-Preisangaben
  • Dienstleistungen
  • Produktmerkmale
  • Datumsangaben (z.B. bei Events)
  • Verfügbarkeitsstatus von Produkten
  • Autoren-Namen

Rich Snippets helfen also Informationen für den Suchenden leichter zugänglich zu machen und übersichtlicher zu gestalten, vor allem um etwaige Fragen zu beseitigen und die Entscheidung des Klicks einfacher zu gestalten. Bewertungssterne beispielsweise können helfen, das Gesamt-Image eines Unternehmens zu verbessern (vorausgesetzt man hat gute Bewertungen) und somit mehr Klicks durch Vertrauen zu erhalten.

Featured Snippets

Bei einer Google Suche kommen unter den ersten Suchergebnissen für gewöhnlich mehrere Anzeigen, welche auf den ersten Blick nicht immer gleich von organischen Suchergebnissen zu unterscheiden sind. Will man nicht unter diesen Anzeigen aufscheinen, sondern darüber, so kann man das dank der Featured Snippets. Diese Snippets werden vor allem bei Fragen oder der Suche nach spezifischen Informationen ausgespielt. Ausgespielte Inhalte für Featured Snippets wären:

  • Textblöcke (oftmals auch Frage und Antwort)
  • Listen
  • Tabellen

Featured Snippets dürfen nicht mit dem „Knowledge Graph“ verwechselt werden. Der Knowledge Graph enthält Informationen, welche bei genauen Suchanfragen wie z.B. „Wie hoch ist der Mount Everest?“ ausgespielt werden. Unterschieden werden können die beiden, indem man auf die URL achtet. Featured Snippets haben immer eine URL Angabe zu der Website, von welcher die Informationen kommen, Knowledge Graphs haben keine, da die Informationen von Partnerseiten wie Wikipedia stammen. Für Suchende sind Featured Snippets optimal, da man dank ihnen nicht für jede einzelne Frage eine Website besuchen muss. Nachteil dabei gibt es jedoch für die Website-Besitzer, da nicht zwingend Traffic generiert wird, wenn die Seite nicht mehr für Informationen angeklickt werden muss. Der bleibende Vorteil ist jedoch das höhere Ranking.

Tools für die Google Snippet Optimierung

Für alle die sich noch unsicher bei der Snippet-Erstellung sind und die in ihrem CMS über keinen integrierten Snippet-Generator verfügen, gibt es noch zahlreiche Online-Tools die behilflich sein können, die Zeichengrenze einzuhalten und dabei auch gleichzeitig eine nützliche Vorschau anzeigen. Anbei ein paar nützliche kostenlose Websites, auf welchen unkompliziert Snippets generiert werden können:

 

Sistrix SERP Snippet Generator: https://app.sistrix.com/de/serp-snippet-generator

Seobility SERP Snippet Generator: https://www.seobility.net/de/serp-snippet-generator/

SERP-Simulator: http://www.serpsimulator.de

Fazit

Wer Snippets optimiert, muss viele unterschiedliche Faktoren beachten, um erfolgreich sein zu können. Auf den ersten Blick mag die Snippet-Erstellung nur wie ein geringer Aufwand erscheinen, aber vor allem die Limitation an Zeichen kann die Aufgabe schnell erschweren. Es gilt sich durch Kreativität und genaue Einhaltung der Angaben das Ranking in den Suchergebnissen zu verdienen. Wir hoffen, der Beitrag war für dich aufschlussreich und wünschen viel Erfolg bei der Snippet-Erstellung!

Daniel Knoflicek ist seit 2012 Geschäftsführer von Slidebird Webstories, einer Agentur für online Marketing, Webdesign und Webentwicklung. Des Weiteren hat Daniel Knoflicek das Start Up Ernst M. gegründet, welches vegane, bio Marmelade in Österreich herstellet und vertreibt. Er ist als CTO für das Start Up tätig. Seit 2015 und der Gründung von DESK.WORKS ist Daniel Knoflicek als Brand Ambassador für Österreich zuständig.

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